Blühende Pracht

Petunien
Petunien sind an Farbenvielfalt kaum zu überbieten und verfügen über trichterförmige Blüten, die in geradezu überschäumender Fülle an der Blume erscheinen Foto: fietzfotos/Pixabay

Die schönsten Sommerblumen im Porträt:

Der Sommer ist für viele Hobbygärtner die schönste Jahreszeit, denn im Garten oder auf dem Balkon blühen traumhafte Blumen um die Wette. Entdecken Sie hier die schönsten Sommerblumen.
Eine gute Wahl für ein farbenfrohes Beet ist eine Kombination aus Sommerblumen, Knollen- und Zwiebelpflanzen sowie Stauden, die auch als Schnittblumen geeignet sind. Wer einen Balkon hat, bepflanzt Kübel und Kästen, um sich an der Blütenfülle zu erfreuen. So lässt sich der Sommer in Form von farbenfrohen Sträußen bestehend aus verschiedenen Blumen direkt in den Garten holen.

Stauden versus Sommerblumen – was macht den Unterschied? Stauden sind mehrjährige, winterharte Pflanzen, die krautig wachsen und nicht verholzen. Sie blühen und fruchten jedes Jahr aufs Neue. Beliebte Stauden sind zum Beispiel Phlox oder Sonnenhut. Im Gegensatz dazu sind Sommerblumen in der Regel ein- oder zweijährig. Im Allgemeinen verstehen wir unter Sommerblumen Pflanzen, die den Sommer über blühen und jedes Jahr neu gepflanzt werden müssen. Sommerblumen aus Samen lassen sich sehr gut selbst vorziehen. Im Handel findet man Saatgut beispielsweise für Petunien, Geranien, Bartnelken, Schmuckkörbchen, Kapuzinerkresse oder Bechermalven.

Bartnelken sind dankbare Dauerblüher, die zwischen Juni und August zuverlässig für Farbtupfer im Beet sorgen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben und Farbkombinationen von Weiß über Rosa, Orange und Pink bis hin zu Scharlachrot. Die Blüten können gefleckt, gestreift oder unifarben sein. Die Bartnelke verträgt keine Staunässe, daher sollte sie nur mäßig gegossen werden. Nach der Blüte die Stängel entfernen und etwas struppige Pflanzen einfach zurückschneiden – dann bietet die Pflanze im Beet über Wochen einen schönen Anblick.

Die Bechermalve kann bereits ab Frühling auf der heimischen Fensterbank gezogen werden. Die Aussaat der einjährigen Sommerblume keimt innerhalb von 14 bis 21 Tagen. Ab April kann sie im Abstand von 40 bis 50 Zentimetern ins Freiland gesetzt werden, die Setzlinge wachsen in wenigen Wochen zu stattlichen, buschigen Sommerblumen heran. Besonders beliebt sind die Sorten „Mont Blanc“ (weiß blühend) und „Ruby Regis“ (pink). Die Blütezeit der zwischen 50 und 120 Zentimeter hohen Sommerblume erstreckt sich von Juli bis in den Herbst. Bechermalven tolerieren vorübergehende Trockenphasen. Man sollte sie jedoch regelmäßig wässern und dabei Staunässe vermeiden. Hohe Sorten stützt man am besten mit einem Staudenring ab, damit sie nicht umknicken.

Sie verfügen über trichterförmige Blüten, die in geradezu überschäumender Fülle an der Blume erscheinen: Petunien. Es gibt Grandiflora-Sorten, die besonders große Blütenkelche aufweisen, Multiflora-Petunien, die recht kompakt bleiben und zahllose Blüten mitbringen, niedliche, kleinwüchsige Sorten und elegante, hängende Petunien. An Farbenvielfalt ist die Blume kaum zu überbieten. Es gibt sie von Weiß über Rosa bis hin zu kräftigem Lila, Rot und Blau-Violett. Die Blüten sind einfarbig oder mit Sprenkeln oder Streifen in unterschiedlichen Farben versehen. Petunien sind absolute Sonnenanbeter. Stehen die Blumen im Halbschatten oder Schatten, geht die Blütenpracht zurück. Daher sollte man im Garten oder auf dem Balkon einen windgeschützten Standort wählen und bei den großblütigen Sorten am besten für Regenschutz sorgen. Petunien brauchen vor allem viel Eisen und einen niedrigen pH-Wert. Die Investition in eine spezielle Petunienerde mit diesen Eigenschaften ist deshalb zu empfehlen. Alternativ lässt sich auch Moorbeeterde mit normaler Blumenerde mischen.
Zu den absoluten Lieblingen unter den Beet- und Balkonpflanzen gehören Geranien. Es gibt sie in unzähligen verschiedenen Farben und Farbkombinationen. Die Blüten weisen unregelmäßige Sprenkel oder Streifen, andersfarbige Blattadern oder eine gleichbleibend samtige Farbe auf.

Die Duftgeranien werden sogar als Basis für Öle, Parfums und Cremes verwendet, so angenehm ist der Duft. Ihr Wuchs ist je nach Sorte aufrecht oder hängend. Stehen die Sommerblumen am richtigen Standort und erhalten sie die richtige Pflege, ist ihre Blütenfülle geradezu überschäumend – ein toller Blickfang im Garten oder auf dem Balkon. Geranien benötigen viele Nährstoffe und viel Wasser, ohne zu nass zu stehen. Deshalb ist ein ausreichend großes Pflanzgefäß mit hochwertiger Erde besonders wichtig. Achten sollte man auf einen guten Wasserabzug, die Pflanze ein- bis zweimal pro Monat düngen.

Von Juli bis in den Herbst hinein zeigen sich die acht Zentimeter durchmessenden Schalenblüten, die gerne von Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten angeflogen werden: die Cosmea, auch Schmuckkörbchen genannt – sie bevorzugt lockere und frisch-feuchte sowie sonnige Standorte. Erhält sie zu wenig direkte Sonne, entwickeln sich erheblich weniger Blüten. Das Schmuckkörbchen blüht in der warmen Jahreszeit unermüdlich, wenn man Verblühtes und Vertrocknetes stets ausputzt. Für den Balkon oder die Terrasse pflanzt man sie in hochwertige Gartenerde in einen Kübel oder Topf. Man braucht sie während der Vegetationsperiode nicht zu düngen, aber regelmäßiges Wässern ist erforderlich, da die Sommerblumen Trockenheit nicht gut vertragen.

Für knallige Farben im Blumenbeet sorgen auch Ringelblumen. Von Juni bis Oktober erblühen sie, die ersten sechs Wochen davon intensiv. Sie wachsen einjährig in einer Höhe von 20 bis 60 Zentimetern und sind dabei nicht nur wunderschön gelb und orange sondern auch recht buschig. Die krautigen Sommerblumen besitzen außerdem kantige, verzweigte Stängel sowie behaarte Blätter. Die Blüte der Ringelblume ist am intensivsten, wenn sie viel Sonne abbekommt und der Boden leicht lehmig und nicht zu feucht ist.
Besonders hübsche Akzente im Blumenbeet setzt die Stockrose. Ob violett, gelb, orange, rot, rosa oder weiß – die Staude erblüht von Juli bis September kunterbunt und kann dabei sogar eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Die hübschen Sommerblüher können zweijährig wachsen aber auch kurzlebig sein. Stockrosen setzt man am besten ab Juni direkt ins Beet. Im Sommer braucht die schnell wachsende Staude reichlich Wasser. Eine schützende Mulchschicht auf dem Boden ist daher ratsam. Stockrosen fühlen sich an warmen, sonnenreichen Plätzchen wohl. OH

GeranienFoto: utroja0/Pixabay
Zu den absoluten Lieblingen unter den Beet- und Balkonpflanzen gehören Geranien – es gibt sie in unzähligen verschiedenen Farben und Farbkombinationen
StockroseFoto: Nennieinszweidrei/Pixabay
Besonders hübsche Akzente im Blumenbeet setzt die Stockrose – die Staude erblüht von Juli bis September kunterbunt und kann dabei eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen
Nach oben scrollen